
Wenn die Beziehung Unterstützung braucht.
In jeder Beziehung gibt es Phasen der Nähe und Distanz, des Verstehens und Missverstehens. Manchmal geraten Paare jedoch an einen Punkt, an dem sich Konflikte auf die immergleiche Weise zu wiederholen scheinen, Gespräche im Kreis führen und Verletzungen immer größer werden. Dann entsteht ein Gefühl des Feststeckens, und es kann Sinn machen, sich Unterstützung von außen zu holen.
In der Paartherapie steht nicht so sehr das Individuum im Mittelpunkt, sondern die Beziehung selbst. Ziel ist es, gemeinsam herauszufinden, was die Beziehung belastet, was verloren gegangen ist und welche Veränderungen möglich sind, damit wieder ein gutes Miteinander entstehen kann.
Dabei geht es nicht darum, Schuldige zu finden. Vielmehr geht es darum, neue Wege zu entdecken – für ein befriedigendes Zusammenleben oder, wenn notwendig, auch für eine faire und respektvolle Trennung.

Wie Paartherapie abläuft:
Die Therapie besteht aus Gesprächen mit beiden Parteien. Beide sind von Anfang an anwesend, denn beide gestalten die Beziehung mit.
In einem geschützten Rahmen werden:
• Konflikte und Dynamiken genauer verstanden,
• Bedürfnisse und Verletzungen sichtbar gemacht,
• neue Perspektiven entwickelt,
• konkrete Veränderungsschritte erarbeitet und ausprobiert.
Die Sitzungen dauern je nach Vereinbarung zwischen 50 und 75 Minuten. Der Rhythmus kann – je nach Situation – von wöchentlichen bis monatlichen Terminen reichen. Manche Paare benötigen nur wenige Sitzungen, andere wünschen sich eine längere Begleitung. Wichtig ist die Bereitschaft beider Parteien, sich auf einen gemeinsamen Veränderungsprozess einzulassen und Zeit, Aufmerksamkeit und Energie in die Beziehung zu investieren.